Samstag, 26. September 2015

[Rezension] Jane S. Wonda: Liam Harsen - Be My Fire

Liam Harsen - Be my Fire

Autor: Jane S. Wonda
Genre: Romantik, Erotik
Freigabe: Erotik (ab 18 Jahren)
Erschienen: 11.09.215
Seiten: 265
Einband: eBook
Verlag: 
ISBN: B015AB8VSG
Preis: 0,99€

Rating: 

Inhalt

"Liam Harsen, 25, ist der heißeste Badass Los Angeles und führt ein Leben in Luxus. Bis das Erbe seiner Eltern aufgebraucht ist, er plötzlich ohne Geld dasteht und seinen Job verliert. Er sucht sich eine Bleibe am Villen-Hang Hollywoods und bezahlt dafür in Naturalien. Doch dann trifft er die hübsche und kluge Stella Green. Liam, selbsternannter Sex-Gott, verdient die kultivierte Tochter aus reichem Hause nicht, aber er will sie unbedingt für sich gewinnen. Lässt sie sich auf ihn ein? Und was, wenn der Erzfeind der Harsens sich plötzlich als sein schärfster Rivale erweist?" - Quelle: Amazon

Cover  

Ich muss hier leider ganz ehrlich sein: Das Cover von Liam Harsen sagt mir leider nicht so wirklich zu. Ich bin grundsätzlich kein großer Freund von Fotocovers, weil ich finde, dass sie dem Leser viel Fantasie wegnehmen und dadurch manchmal unpassend wirken. In diesem Fall könnte es aber auch daran liegen, dass der Abgebildete weder meinem Geschmack, noch meiner Vorstellung von Sexbombe Liam entspricht. Aber gut, Schönheit liegt ja nun mal bekanntlich im Auge des Betrachters und Geschmack ist eben unterschiedlich. Da ich das eBook gelesen habe, hat es mich auch nicht wirklich gestört. Auf der Rückseite der Printausgabe ist übrigens Liams Angebetete abgebildet, die ich wiederum mehr als passend finde! Deswegen sind Fotocover so eine heikle Sache - ich vergebe aber trotzdem gern solide 3 Punkte!

Charaktere  

Liam: Liam, jaah, Liam. Mit ihm hatte ich zu Anfang wirklich meine Probleme, was aber auch daran lag, dass ich nicht wirklich ahnte, was bei Liam Harsen auf mich zukommen würde. Die Handlung wird nämlich aus seiner Sicht heraus erzählt und dabei ist er ... nunja, nicht zimperlich. Seine Sprache ist durchweg vulgär, sein Auftreten machohaft, seine Haltung gegenüber Frauen ... hat mich zu Anfang wirklich rasend gemacht! Bis er schließlich Stella begegnet und eine Wandlung durchmacht, wie ich sie ihm nur gönnen konnte. Es war herrlich zu sehen, wie der größte Frauenverzehrer L.A.s plötzlich vor einem Good-Girl buckelte und dabei ständig über sich selbst fluchen musste, weil er sich einfach nicht erklären konnte, woher sein Sinneswandel plötzlich kam. Auf einen Schlag war Liam mir viel sympathischer und seine Gedankengänge und Handlung nachvollziehbar, ja, mit der Zeit begann ich mich sogar so sehr an ihn zu gewöhnen, dass ich ihn ... mochte. Ach Liam, ich dachte schon, das mit uns beiden wird niemals etwas, aber da habe ich mich wohl getäuscht. Und plötzlich habe ich mich dabei ertappt, wie ich während dem Sport oder während meiner Arbeit an meiner Bachelorarbeit immer wieder an Liam und Stella denken musste - wer hätte das gedacht! Noch jetzt bin ich sehr überrascht darüber, was dieses Buch mit mir angestellt hat, wirklich! Und noch überraschter bin ich darüber, was Liam mit STELLA angestellt hat ... Wenn ihr versteht, was ich meine!

Stella: Ich könnte Stella wirklich knutschen für das, was sie aus Liam gemacht hat. Ihr zierliches, liebevolles und zugleich verführerisches Auftreten hat es nicht nur ihm, sondern auch mir angetan. Sie war nicht nur wunderbar sympathisch, sondern für mich gleichermaßen auch eine Identifikationsfigur. Die Parts aus ihrer Sicht habe ich - zugegebenermaßen - mehr genossen, als die aus Liams Sicht, war wahrscheinlich daran lag, dass ich weder Erotik-Romane, noch derbe Gossensprache allzu gewöhnt bin. Die wohlerzogene Stella war da die gelungene Abwechslung! Gemeinsam mit ihren (stink)reichen Eltern lebt sie in einer Villa in Beverly Hills und kümmert sich die meiste Zeit rührend um ihre Schwester Mary, die bei einem schlimmen Unfall eine Querschnittslähmung davontrug. Auch für Liam ist Mary im Laufe des Romans ein wichtiger Punkt und Grund im Leben, sich zu ändern. Für Stella ist sie die wahrscheinlich wichtigste Person in ihrem Leben, was nicht nur für den Leser, sondern auch für Liam ein herzerwärmender Anblick ist. Aber warum sollte sich ein wohlerzogenes, liebevolles Mäuschen wie Stella gerade mit jemandem wie Liam abgeben? Tja ... Lest selbst!

Schreibstil  

Wie schon erwähnt hat mich Liams Sprache zuerst geschockt und ich hatte so meine Probleme mit dem ganzen Setting klar zu kommen. Je mehr ich allerdings gelesen habe, desto mehr habe ich mich an seine derbe Wortwahl (die sich besonders in der Bezeichnung unterschiedlicher Genitalien und dem Wort "scheiß-" kennzeichnet) gewöhnt und konnte an einigen Stellen sogar darüber schmunzeln. Es ist eben Liam. Es zeichnet ihn aus, wie er spricht, wie er denkt, wie er sich gibt - darum geht es. Überrascht war ich jedoch darüber, dass er sich nach außen hin um Vieles zahmer gegeben hat, als seine Gedanken vermuten lassen und wenn ich seine Handlungen und seine Äußerungen aus Stellas Sicht las, hatte ich das Gefühl, einen vollkommen anderen, viel entspannteren Typen vor mir zu sehen. Gerade darin liegt der Reiz an Schreibstil und Perspektive: das Innere eines Charakters unterscheidet sich von seinem Auftreten - das war besonders spannend zu beobachten. Auch Stella, die Liam ziemlich schnell an den Eiern hat, entpuppte sich in ihren Kapiteln als unsicherer und nervöser, als sie es vor Liam zeigen wollte. Super! Ansonsten ist Jane S. Wondas Schreibstil einfach, gut zu lesen und fließt so vor sich hin. Fand ich gut!

Handlung  

Es ist ein Erotik-Roman, so gesehen habe ich nie wirklich viel Handlung erwartet. Und ich sollte auch nicht enttäuscht werden: es gibt viel Sex. Schnellen Sex, heißen Sex, manchmal auch peinlichen Sex mit der falschen Person - ach, und Sex an besonders spannenden Orten. Bei dem, was die Herr mit seinen Damen allerdings anstellt, hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, denn Liam neigte oft dazu, ohne großes Vorspiel gleich zur Sache zu kommen. Sicher, das ist eben seine Art, aber trotzdem schaffte er es irgendwie, die Damen jedes Mal (oft auch mehr als nur einmal) zum heiß ersehnten Höhepunkt zu treiben. Ich hätte mir etwas mehr gewünscht, als bloß den Akt an sich. Als Stella schließlich wichtiger wurde, kam es tatsächlich auch dazu, doch auch hier bestand der Sex größtenteils aus dem Akt selbst. Da es mein erster Erotik-Roman war, den ich jemals gelesen habe, kann ich hier natürlich keinen weiteren Vergleich anstellen. Mir hat es dennoch gut gefallen. Auch der Plot hat mich sehr wohl überzeugt! Es war spannend zu beobachten, ob und wie Liam es schafft, Stella zu erobern und ob und wie er wieder zu seinem ihm angestammten Vermögen kommen sollte. Ein paar überraschende Plot-Twists haben mir wirklich umgehauen, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Besonders gut hat mir die letzte Szene gefallen, die - aus Stellas Sicht beschrieben - eine Auflösung mit offenem Ende darstellte ... Liam war gerade in dieser letzten Szene so unglaublich unwiderstehlich, dass ich traurig und erschrocken zurückblieb und mir so schnell wie möglich den zweiten Band herbeiwünschte. Leider müssen wir uns da aber noch etwas gedulden (nach offiziellen Angaben der Autorin: Frühjahr 2016). Schade!

Gesamtwertung 

Da geht noch was! Liam Harsen hat für mich definitiv Potential eine sehr gute, aufregende Erotikreihe zu werden. Der erste Band hat mich allerdings nicht in allen Punkten hundertprozentig überzeugt. Liam war zu Beginn des Buches sehr anstrengend für mich, entwickelte sich dann aber wirklich zu einem sympathischen Kerl, an den ich mich bis zum Ende des Buches wirklich gut gewöhnt hatte. Stella hingegen hat mir besonders gut gefallen und ich wünsche mir für sie wirklich, dass sie mit Liam glücklich werden kann. Jane S. Wondas (oder besser Liams) Sprache ist vulgär und hart und somit nicht für jeden was, man gewöhnt sich aber sehr schnell sehr gut an den Stil und dann flutscht es nur so vor sich hin (Badumm Tss). Für den zweiten Band, den ich wirklich sehr gerne lesen würde, würde ich mir etwas mehr Abwechslung wünschen, denn es gibt für Männer ja noch mehr Möglichkeiten, Frauen glücklich zu machen, als nur der bloße Sex an sich! Ansonsten hat mir Liam Harsen - Be My Fire sehr gut gefallen und war als Einstieg in das Erotik-Genre wirklich ... lehrreich! Ich freue mich auf mehr! 





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